Freiwilligenarbeit Südafrika

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit JosephineWie ist Südafrika eigentlich? Wie kann ich mir das Leben dort vorstellen? Jeder, der vorhat in ein fernes Land zu reisen, fragt sich solche Sache bestimmt vor der Ausreise. Wie ich schon bei meiner Ankunft aber bemerkt habe, sind diese Fragen gar nicht so leicht zu beantworten. Nicht ohne Grund wird Südafrika als Land der vielen Kulturen bezeichnet. Von Region zu Region kann alles total verschieden sein und in Großstädten wie Kapstadt sogar von Stadtteil zu Stadtteil. Aber nach meiner Erfahrung ist es völlig egal wo du dich gerade aufhälst, eine Sache haben die Leute dort gemeinsam. Jeder ist offen und hilfsbereit. Klar liegt es an einem selbst, dass man nicht jedem sofort vertraut, aber wenn man Hilfe braucht, kann man sich sicher sein, dass Leute da sind die einem helfen wollen. Vor allem sind auch alle interessiert und wollen mehr über dich und dein Engagement erfahren.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit JosephineDeswegen waren für mich auch von Anfang an keine Zweifel da, ob das die richtige Entscheidung war, ich war mir bereits in meiner Orientierungswoche in Kapstadt sicher, dass das richtige Land für meine nächsten 6 Monate sein wird.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit JosephineNachdem die erste Hürde, die Ankunft in einem fremden Land, dann geschafft war kam auch schon die nächste, eigentlich viel wichtigere Aufgabe. Wie finde ich mich in meinem eigentlichen Projekt zurecht? Wie sind die anderen Freiwilligen? Das waren auch wieder Fragen, die mich bereits vor meinem Abflug beschäftigt haben. Natürlich ist das erste Aufeinandertreffen vielleicht etwas unangenehm und man ist erstmal schüchtern, vor allem wenn es dann um das Englisch sprechen geht. Aber das einzige Mittel dagegen ist sich einfach zu trauen. Niemand verurteilt dich, wenn mal ein kleiner Fehler dabei ist, solange du probierst dich mit anderen Leuten zu unterhalten und sobald man einen Schritt auf andere zu macht, kommen sie dir auch einen Schritt entgegen und das war bei mir der Grundstein zu tollen Freundschaften.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit JosephineNatürlich gab es auch Sachen an die ich mich erstmal gewöhnen musste, z.B. die andere Esskultur, der Linksverkehr und die Afrikanische Gelassenheit. So Sachen wie Pünktlichkeit werden nicht unbedingt großgeschrieben. An sich ja keine große Sache, solange alle nicht so wahnsinnig viel Wert darauf legen. Aber man sollte wissen, dass wenn jemand sagt: „I’m coming now“ das nicht bedeutet, dass jemand jetzt kommt, sondern eher sowas wie gleich- oder auch in einer halben Stunden. Wenn man wirklich ausdrücken will, dass jemand jetzt kommt, würde man sagen „I’m coming now-now“. Die Südafrikaner wissen also, dass man eine Verstärkung des Wortes jetzt braucht, damit man etwas zu Stande bringt. Mit solchen Kleinigkeiten muss man denke ich aber in jedem Land rechnen und sowas macht einen Auslandsaufenthalt auch deutlich interessanter.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit JosephineAuf jeden Fall wird das ganze Leben zum Abendteuer. Jeden Tag entdeckt man neue Sache, trifft neue Menschen und findet nach einer gewissen Zeit seinen Platz. Es gibt unendlich viele schöne Dinge, die ich von Südafrika berichten könnte, aber das allerschönste für mich war, dass ich ein neues Zuhause gefunden habe. Durch die Offenheit und Liebenswürdigkeit der Menschen, habe ich bald bemerkt, dass das immer ein Ort sein wird an den ich zurückkehren könnte. Und dieses Gefühl ist unbezahlbar.

Das ist der Vorteil am Land der vielen Kulturen. Die Menschen, die Lebensweisen, die Natur- alles ist so verschieden, dass jeder dort einen Platz für sich finden kann.

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