Ruanda - ein Land in Ostafrika, umgeben von den Ländern Tansania, Burundi, Demokratische Republik Kongo und dem zum Verwechseln ähnlich klingenden Uganda. Das Land der tausend Hügel, der Berggorillas und des Kivusees, aber auch ein Land geprägt vom Genozid und des Gedenkens.
Wenn ich von Ruanda schwärme, dann staunen die Leute, ist es doch erst ein Vierteljahrhundert her, dass während des Völkermords 1994 hunderttausende von Menschen ihr Leben verloren.
Heute, 25 Jahre später, gilt Ruanda als Vorreiter Afrikas im Thema Umwelt- und Klimschutz. Kigali, die Hauptstadt des Binnenstaates, wird seinem Ruf als sauberste und sicherste Stadt Afrikas gerecht und immer mehr Touristen erkennen den Zauber Ruandas. Ihr seid gerade in euren Freiwilligenprojekten in Kenia oder Tansania unterwegs? Dann lohnt sich ein Besuch im Land der tausend Hügel.

Im Folgenden findet ihr (kulinarischen) Tipps für eine Reise durch Ruanda. Lasst euch verzaubern:

1. Gisenyi
Für ein richtiges Strandfeeling lohnt es sich in den Westen des Landes nach Gisenyi zu reisen. Die Stadt am Kivusee liegt direkt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Grüne Berglandschaften, Palmen und Strand laden zum Entspannen ein. Im TamTam, einer Strandbar, gibt es ruandische Köstlichkeiten. Von frisch gegrillten Tilapia Fisch (sehr zu empfehlen!!) mit Kochbananen bis zu gegrillten Ziegenfleisch-Spießen mit selbstgemachten Pommes. Dazu ein kühles Bananen Bier – perfekt. 
Am Grunde des Kivusees liegen vulkanische Quellen, die Methangase auslösen. Dieses ist lebensgefährlich sollte es an die Oberfläche treten. Das Methangas wird mit einer Pumpstation und einem Kraftwerk zur Stromerzeugung genutzt.

2. Beignets, Ubugali, Isombe, Sambusa…
Nach Ruanda reisen heißt auch eine ganz neue Esskultur erleben. Ein typisch ruandisches Gericht besteht aus Reis und Bohnen und Kochbananen meistens mit Soße, Fleisch und Gemüse serviert. Außerdem wird aus der Maniokwurzel das berühmte Ubugali (Teig aus Maniokmehl) gestampft. Es wird in die Soße getunkt und mit den Händen gegessen. Isombe wird aus den Blättern der Maniokwurzel hergestellt und wird zu oben genannten Beilagen serviert. Für einen kleinen Snack zwischendurch probiert doch mal leckere Sambusa (gefüllte Teigtaschen) oder Beignets (frittierte Teigbällchen). Für leckere Brochettes des chèvre (Ziegenfleisch Spieße) empfiehlt sich das Restaurant Chez Lando.

3. Tee und Kaffee
Die tausend Hügel Ruandas werden für Tee- und Kaffeeplantagen genutzt. Ruandischer Schwarztee wird oft mit Milch und Zucker getrunken. Kaffee und Tee als Mitbringsel sind ein Muss.

4. Kigali
Im wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Landes, in Kigali, wird es nicht still. Neben der Geräuschkulisse der fahrenden Autos und Zweiräder (auf der Straße ist immer Vorsicht geboten), ertönt das Gewusel der Märkte. Besonders auffallend sind die sauberen Straßen und Polizisten an vielen Straßenecken. Dies liegt wohl auch an der autoritären Regierung, die bereits seit über 10 Jahren die Produktion von Plastiktüten verbietet. Zudem wird mit der kollektiven Putzaktion „Umuganda“ an jedem letzten Samstag im Monat versucht, die Bevölkerung zum gemeinsamen aufräumen und putzen aufzufordern. Sehr zu empfehlen ist das Restaurant "Heaven"mit Blick über Kigali. Das Kigali Memorial Center ist eine der vielen Gedenkstätten des Genozids. 

5. Vulkane und Gorillas
Zum Schutz der seltenen Berggorillas sind die Preise der angebotenen Touren sehr hoch (ca. 1500USD pro Person). Im Volcanoes National Park liegt auch der größte schlafende Vulkan der Virunga-Vulkankette, der Karisimbi. Mit etwas Glück kann man bei guter Sicht die wunderschöne Vulkankette erkennen.

 

 

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