Freiwilligenarbeit Südafrika

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit MelinaNach meinem Abitur habe ich mich entschieden, vor meinem Studium noch einige Zeit ins Ausland zu gehen. Nach einiger Recherche und langer Überlegung stand fest, dass ich drei Monate Freiwilligenarbeit in Südafrika machen wollte, da mich das Land schon immer interessiert hat und ich gerne meine Zeit nutzen wollte, um anderen Menschen zu helfen. Also begann ich mit der Suche nach Organisationen, welche mich bei meinem Vorhaben unterstützen könnten. Nach langer Suche fand ich die Internetseite von “Multikultur“ und die Agentur erwies sich als die richtige Wahl. Sie schlugen mir einige Projekte vor und waren immer offen für meine Fragen und Ideen. Letztendlich entschied ich mich für ein Projekt in einer Tagesstädte in Kapstadt. Nach einer Menge Vorbereitungen und letzten Erledigungen ging es los nach Kapstadt.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit MelinaIch hatte beschlossen an der Orientierungswoche teilzunehmen, bevor ich ins Projekt gehe. Die Orientierungswoche verbrachte ich zusammen mit fünf anderen Freiwilligen, mit denen ich mich sofort super verstand. Jeden Tag hatten wir ein volles Programm. Während verschiedener Touren sahen wir viel von Kapstadt und lernten einiges über die Geschichte und die Kultur Südafrikas.

Am Ende der Woche ging es dann für mich in mein Projekt. Die Leiterin und die anderen Freiwilligen begrüßten mich herzlich und zeigten mir Alles. Wir wohnten in einer Freiwilligen-WG direkt über der Tagesstädte. Am Montag begann dann mein erster Arbeitstag. Von Anfang an wollte ich gerne mit etwas älteren Kindern arbeiten, wurde dann aber in eine Gruppe mit Kindern von 9-12 Monaten eingeteilt. Ich brauchte nun erst mal eine Weile, um mich im Projekt einzuleben und meine Aufgaben herauszufinden. Im Nachhinein bin ich aber super froh, dass ich in dieser Gruppe gelandet bin. Ich hatte die absolut beste Arbeitspartnerin und die Kinder sind mir total ans Herz gewachsen.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit MelinaAn den Wochenenden hatten wir immer frei und haben viel unternommen. Jeden Samstag morgen ging es auf den Foodmarket in Woodstock. Dort herrschte immer eine super Atmosphäre und es gab das beste Essen und Livemusik. Außerdem sind wir oft wandern gegangen oder zum Strand. Sonntags waren wir hin und wieder in der Kirche. Es war total anders als in Deutschland. Alle haben gesungen und viel getanzt. Auch anders als in Europa waren die öffentlichen Verkehrsmittel. Da wir nicht direkt im Zentrum, sondern in einer etwas ärmeren Gegend wohnten, fuhren wir am Wochenende immer mit den Minibussen in die Stadt rein. Doch auch wenn alles komplett anders war als in Deutschland, fühlte ich mich immer sicher.

erfahrungsbericht freiwilligenarbeit MelinaDie Arbeit mit den Kindern machte mir von Tag zu Tag immer mehr Spaß. Besonders schön war die Tanzaufführung der Kinder, welche wir lange vorbereitet hatten.

Ich hatte einige Urlaubstage, welche ich mit zwei Freundinnen aus meinem Projekt nutzte, um noch etwas mehr von Südafrika zu sehen. Wir mieteten uns ein Auto und führen entlang der “Garden Route“. Dies war eine super schöne Zeit, in der wir viel von der Natur und den Tieren des Landes gesehen haben.

Als wir zurück in Kapstadt waren, blieb auch nicht mehr viel Zeit, bis ich wieder nach Deutschland musste. Der Abschied von meinen Babys viel mir total schwer und die drei Monate kamen mir viel zu kurz vor... Dennoch werde ich diese wunderbare Zeit immer in Erinnerung behalten und ich bin mir sicher, dass ich eines Tages wiederkommen werde.

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